Startseite » Tagged als "Unternehmenskultur"

Fallbeispiel Corporate Influencer aus München

Interview mit Anja Schöne / LV1871

Zu meinen ‚Social Media Manager‘-Seminaren lade ich externe Gäste ein, die den Teilnehmenden Impulse aus der Praxis mit auf den Weg geben.  Jüngst konnte ich dafür Anja Schöne gewinnen:  Die Social Media und Content Managerin sprach über die Hintergründe und das Konzept des Corporate Influencer Programms der Versicherung LV1871.

weiterlesen

Mut statt Perfektion

Einer der Gründe, warum Einzelselbständige oder Kommunikations-Verantwortliche vermeiden Social Media-Plattformen zu nutzen: „Ich habe Angst etwas falsch zu machen.“ Neuland betreten fällt vielen Menschen schwer. Klar, es kostet Zeit sich in digitale Medien einzufühlen. Es ist jedoch nicht nur dieser Anfangsaufwand, hier schwingt oft ein hoher Anspruch an sich selbst mit: „Wenn ich auf Facebook, Instagram oder Twitter aktiv werde, dann soll es perfekt sein.“ Und so sperren sie ihren Mut in den Käfig.

Ihr/Sie mögt/mögen es kaum glauben, aber ich kann das sehr gut nachvollziehen. Perfektion habe ich in meinem Studium (Biologie/Informatik) selbstverständlich beigebracht bekommen. Die wirtschaftliche Perfektion lernte ich dann als Fachredakteurin in einer Agentur (herzlichen Dank, Ulf!): Die Abwägung, wann eine Dienstleistung perfekt im Rahmen des Budget und der Vorgaben ist.

Digitalien weiterlesen

5 Antworten :: Content Revolution

Illustration Content (R)EVOLUTIONBald ein Jahr ist das Buch „Die Content-Revolution im Unternehmen“ von Klaus Eck und Doris Eichmeier im Handel. Was hat sich in der Zwischenzeit in punkto Content Revolution bewegt? Und: Was hat das Buch konkret vorangetrieben? 5 Antworten von Klaus Eck zu dem Werk, dass ich gerne weiterempfehle.

Im aktuellen Buch „Die Content-Revolution im Unternehmen: Neue Perspektiven durch Content-Marketing und -Strategie“ arbeitet der beliebte Sprecher und Buchautor Klaus Eck zusammen mit der Content-Strategin Doris Eichmeier heraus, wie Unternehmen für ihre Kunden und Interessenten relevante Informationen entwickeln, erstellen und bereitstellen. Statt pauschalem „Marken müssen Medien werden“ empfehlen sie Markeninhabern, das verlegerische und publizistische Handwerkszeug beherrschen zu lernen, um es zu Gunsten ihrer Marke einzusetzen.

:1: Lieber Klaus, wie wird die Zuspitzung des Themas auf ‚Content Revolution‘ im Unternehmens-Umfeld oder bei Vorträgen aufgenommen? Geht ein Ruck durch die Firmen in Richtung ganzheitlicher Content-Strategie?

Klaus Eck: Ja, es gibt dafür eine große Offenheit in den Unternehmen. Die Dringlichkeit einer Content-Revolution verstehen die meisten Entscheider, allerdings bevorzugen viele eher eine weniger radikale Content-Evolution. weiterlesen

Warum disruptive Innovationen?

zitatIn Deutschland sind Menschen weniger bereit, ihr Leben zu ändern, Neuerungen zu begrüßen, den Status quo in Frage zu stellen.(1) Dabei ist es wichtig, die Augen und Ohren nach Veränderung offen zu halten. Wir wären heute – trotz allem „Neuland“ – weit entfernt von Digitalien wenn der Zugang zu technologischen Lösungen auf eine kleine Gruppe beschränkt geblieben wäre. „Disruptive Innovations“(2) war jüngst Thema einer Tweet-Serie von Marc Andreesen mit lesenswerten Statements. weiterlesen

Happy Camper: Ich mag Barcamps

Beitrag zur Blogparade über Barcamps

hach :: illustrationUnkonferenz klingt so negativ, dabei steckt nach meiner Erfahrung jede Menge Potenzial in dem unkonventionellen Event-Format namens Barcamp. Auch wenn viele zunächst an alkoholische Getränke denken: Hier findet Erfahrungs- und Wissensaustausch statt, und es werden die Themen in den so genannten Sessions vertieft, die die Teilnehmer tatsächlich interessieren.

Mein 1. Barcamp

Ich wollte wissen, wie lange Barcamps – oder trotz Deutsch wenig griffiger Unkonferenzen – im deutschsprachigen Raum veranstaltet wurden bis ich auf meinem ersten Camp dabei war. Im Herbst 2006 schwappte das Thema zu uns herüber, wie es Oliver Gassner in diesem heise.de-Artikel im Dezember 2006 beschrieb:Happy Campers: US-Import „Barcamp“ mausert sich zur Alternativkonferenz. Ich war so frei und habe mir eine Variation der damaligen Beitragsüberschrift als Titel erlaubt.DoSchu

Tatsächlich war ich recht früh auf meinem ersten Barcamp – nämlich August 2008 auf dem ersten (und irgendwie einmaligen) FrauenBarcamp in München. Das FollowUp zu meinem Impulsvortrag für die Session eLearning und Second Life (PDF) auf Wunsch der Teilnehmerinnen ist ein typisches Beispiel für Barcamps.

Damals war die virtuelle Welt Second Life nur wenigen bekannt; auf dem Barcamp traf ich mehr Frauen, die sich bereits mehr als nur kurz reingeschnuppert hatten als auf anderen Events. Andere waren sehr interessiert von unseren Erfahrungen und Einschätzungen zu lernen.

Barcamps: Nur noch mit Themen-Fokus?

Seit 2006 vollzog sich in Deutschland ähnlich der Entwicklung in den USA eine Aufspaltung der generischen Barcamps in themenspezifische Veranstaltungen wie CarCamp, FoodbloggerCamp, HealthcareCamp, KnowledgeCamp, stARTcamp (Kunst & Kultur), Streamcamp (Video Live-Streaming) oder auch dem Callcenter Barcamp. (Tipp: Hier gibt es eine optisch ansprechende Übersicht zu Barcamps in Deutschland, Österreich und der Schweiz.)

Dabei hoffe ich sehr, dass die „allgemeinen“ Barcamps wie das Barcamp Nürnberg, Isarcamp München oder Barcamp Ruhr langfristig bestehen bleiben: Sie helfen uns, über den Tellerrand zu schauen und Anregungen zu erhalten, die unerwartet sind und überraschen. Leider gehen viele potenzielle Teilnehmer an die Barcamps unter dem direkten Nutzenbetrachtung heran; nur im themenspezifischen Barcamp haben sie das Gefühl, ihre Zeit sinnvoll zu investieren.

Blogparade: Nutzen von Barcamps

Barcamp (Foto: DoSchu)Das Callcenter Barcamp findet am 5. September 2014 erstmalig in Köln statt und ruft im Vorfeld zur Blogparade: Nutzen von Barcamps auf.

Mit 3 Fragen möchten die Veranstalter Erfahrungen und Einschätzungen von Barcampern sammeln, die sie mit Unkonferenzen gemacht haben. Ihr könnt noch bis zum 30. August 2014 teilnehmen!

Welches Barcamp war für Dich das nützlichste?

Alle. Ausnahmslos jedes Barcamp, das ich besuchte, war „nützlich“ für mich, ein Ranking kann ich da nicht wirklich aufmachen. Einzig würde ich mein erstes Camp hervorheben, das insofern das nützlichste Barcamp war als es mich von diesem Veranstaltungsformat überzeugte: 1. FrauenBarcamp in München.

Das andere 1. Mal Barcamp, das ich rückblickend als sehr nützlich empfinde, ist das Geno-Barcamp 2011. Es zeigte mir anschaulich, wie das Unkonferenz-Format im Unternehmens-Kontext funktionieren kann.

Welche Session hat Dir bisher am meisten geholfen?

Auch diese Frage ist wieder recht knifflig! Gefühlt tue ich jetzt vielen Menschen, deren Session ich besuchte unrecht. Komme mir undankbar vor, sobald ich nun eine Session heraushebe. Na gut:

Sehr viel für mich herausgezogen habe ich auf dem Münchner Isarcamp 2014 in der Session von webgrrls-Kollegin Esther Debus: Nichtnutzlos kreativ im Team: Chindogu. Und diese Session ist ein Beleg, wie wichtig themen-unspezifische Barcamps sind: Auf welches Camp hätte diese Session „gepasst“, damit sie jemand mitmachen kann?

Auf welches Barcamp gehst Du als nächstes?

Das ist jetzt endlich eine leichFoto: DoSchute Frage: Mein nächstes Barcamp ist zwar kein reines Camp sondern ein Konferenzteil auf der Coworking Europe Conference in Lissabon. Ende November dieses Jahres diskutieren wir in Vorträgen, Workshops sowie im Barcamp-Teil neue Formen und Trends des Arbeitens, wie sie in Coworking Spaces erlebbar sind.

Ich freue mich auf bekannte Gesichter, das Netzwerken, den Wissensaustausch und die neuen Einblicke, die ich zu diesem Thema auf nur wenigen anderen Veranstaltungen bekommen könnte.

Doris Schuppe

Fotos: DoSchu / DoSchu.Com

Der Arbeitsplatz der Zukunft aus diversen Perspektiven

Illustration Arbeitsplatz ZukunftJede Menge Resonanz auf den Aufruf zur Blogparade des Blogs zu CeBIT in Hannover (10. bis 11. März 2014)! Die „Zukunft der Arbeit“ hat jede Menge Facetten: wie Veränderungen an Arbeitsplätzen vollzogen wurden, was in Bewegung ist, was noch zur Diskussion steht.

Bereits letzte Woche erschien mein Beitrag Büro war gestern: Digitalien liegt überall.

Storify Arbeitsplatz der Zukunft

Aus der Vielzahl der teilnehmenden Beiträge habe ich eine kleine Favoriten-Sammlung auf Storify zusammengestellt.

CeBIT Blogparade Tweet

Studie: Work-Life-Balance und Abeitgeberattraktivität

fauchende KatzeUnternehmen und Recruiter wollen die interessantesten Mitarbeiter gewinnen. Dazu müssen sie als attraktiver Arbeitgeber glänzen. Diese Wahrnehmung wird von 4 Faktoren bestimmt, darunter auch die Work-Life-Balance. Jedoch sollten Unternehmen lieber darauf verzichten, diese mit trennender Begrifflichkeit hier ‚Work‘ da ‚Life‘ zu kommunizieren, rät eine Studie.

„Arbeitszeit ist Lebenszeit“ erinnerte uns letztes Jahr der Philosoph und Chefredakteur des Maganzins Hohe Luft Thomas Vašek zur Veröffentlichung seines Buchs Work Life Bullshit.

Dass das Leben nicht erst am Feierabend beginnt – nun ich denke dazu haben viele Social Media-Anwendungen und die Verbreitung von Smartphones beigetragen. Wobei weiterhin richtig bleibt: Nicht jeder beruflichen Situation wohnt der Freiheitsgrad inne, diese tatsächlich zu mehr Lebensqualität entwickeln zu können.

Ergebnisse & Handlungsempfehlungen

Aber zurück zur Studie der FOM Hochschule für Oekonomie & Management. Studienleiter Prof. Dr. Oliver Gansser empfiehlt:

„Objektiv betrachtet sollten Unternehmen, die ihre Attraktivität als Arbeitgeber in der Öffentlichkeit steigern möchten, das Thema Work-Life-Balance also eher nicht in den Vordergrund stellen. Es könnte suggerieren, dass sich die Arbeitnehmer von der Arbeit im Unternehmen in ihrer Freizeit erholen müssen.“
Oliver Gansser / FOM Aktuelles

4 Faktoren für die Arbeitgeber-Attraktivität

Welche Erkenntnisse legen diese Einschätzung nahe? Die Studie an der FOM in München untersuchte die Arbeitgeber-Attraktivität der acht größten Arbeitgeber in München und Umgebung. Befragt wurden 141 Männer und 223 Frauen im Alter von 20 bis 64 Jahren.

Die Attraktivität eines Arbeitgebers hängt gemäß Studienergebnis von diesen vier Faktoren ab:

  • Reputation eines Unternehmens: „Die Reputation hat einen starken positiven Einfluss auf die Identifikation mit einem Wunscharbeitgeber, die durch Erwartungen an diesen dargestellt wird.“
  • Arbeitsinhalte: „Der Arbeitsinhalt wirkt auf den Menschen intrinsisch motivierend.“
  • Unternehmenskultur: „Ein potenzieller Arbeitnehmer legt sich nur dann auf ein Unternehmen fest, wenn dieser sich mit der Kultur und den Wertevorstellungen des Unternehmens identifizieren kann.“
  • Materielle Aspekte: Das Anreizsystem ist lange überholt, siehe beispielsweise Handelsblatt-Beitrag von 2012: Ein hohes Gehalt ist nur die halbe Miete

Alle diese vier Faktoren wirken insgesamt auf die Attraktivität eines Arbeitgebers. Die beiden erstgenannten – Unternehmens-Reputation und Arbeitsinhalte – wirken laut Studie jedoch wesentlich stärker auf die Attraktivität als die Faktoren Unternehmenskultur oder materielle Aspekte. Dazu hebt die Studie hervor:

„Bemerkenswert ist der signifikant negative Einfluss von Work-Life-Balance (…) Dies zeigt, dass die Auskunftspersonen eine zu positive Ausprägung der Kriterien zu Work-Life-Balance als eher negativ bezüglich der Gesamtbewertung zur Arbeitgeberattraktivität sehen.“

Die Studie gibt gleich konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen mit:

Warnung vor diesem Effekt in der Kommunikation…

„Work-Life-Balance sollte eher nicht mit dem Unternehmen in Verbindung gebracht werden, da dies suggerieren könnte, dass sich die Arbeitnehmer von der Arbeit im Unternehmen in ihrer Freizeit erholen müssen. Diese Einstellung wirkt sich negativ auf die Bewertung der Arbeitgeberattraktivität aus.“

…und Empfehlung zur Image-Pflege:

„Aufgrund der Daten der vorliegenden Studie und der signifikanten Ergebnisse, sollten Unternehmen, die ihr Image als Arbeitgeber verbessern wollen, vorwiegend die Faktoren Unternehmensreputation und Arbeitsinhalte stärken.“

Storytelling in der Kommunikation statt Abschreckung

Viel zu tun – denn gerade der Begriff Work-Life-Balance ist inzwischen nicht nur Standard in Seminarangeboten sondern auch auf Unternehmens-Seiten im Karriere-Bereich zahlreich vertreten. Ein Grund mehr dieses Schlagwort in der Kommunikation durch authentisches Storytelling abzulösen.

Erfahrungsberichte von Mitarbeitern erzählen Besuchern der Website oder Fans der Facebook Seite mehr über das Unternehmen: Sie gewähren Einblick in die von der Studie als wichtig herausgestellten Arbeitsinhalte. Und sie legen Zeugnis ab über die Unternehmenskultur.

Diese Stories gehören nicht erst seit dieser Studie auf den Themenzettel der Content-Strategie für Unternehmen. Nicht zu vergessen: Neben den Inhalten für die öffentliche Kommunikation genauso an die interne Kommunikation denken.

Messung der Arbeitgeberattraktivität: Eine empirische Studie (PDF)

Doris Schuppe
Foto: DoSchu / DoSchu.Com
Hinweis: Es bestehen keine geschäftlichen Beziehungen zu den genannten Marken / Unternehmen.

5 Antworten zur ‚Survival of the Fittest?‘ Tagung

Foto: combinat56Coworking inspiriert. Coworking bringt Menschen zusammen. Zum Beispiel für ein Seminar zum steigenden Erwartungsdruck im digitalen Zeitalter. Dazu haben meine Coworking-Kollegen Sina Brübach und Markus von der Luehe die Tagung „Von Menschen und Marken im digitalen Zeitalter – Survival of the Fittest oder geht’s auch anders?“ entwickelt.

Am Mittwoch, 26. Februar 2014, treffen sich die Teilnehmer von 9 bis 17 Uhr zu einem Mix aus inspirierenden Vorträgen, „munteren Business-Speed-Datings“ und Workshops. Die Tagungsveranstaltung „Von Menschen und Marken…“ ist Teil der Munich Creative Business Week, die dieses Jahr vom 22. Februar bis 2. März stattfindet.

Kurzinfo Munich Creative Business Week
Deutschlands größter Design-Event für Gestalter und Auftraggeber findet eine Woche lang in München statt. Ziel der Veranstaltungswoche ist die Sensibilisierung für Design und seiner gesellschaftlichen, kulturellen und ökonomischen Bedeutung. Letztes Jahr begrüßte die MCBW mit 126 Partnern und 56 Creative Spots über 37.000 Besucher auf den 202 MCBW Veranstaltungen.
Details siehe MCBW.de

Neugierig wie ich bin, befragte ich die beiden kreativen Köpfen hinter „Von Menschen und Marken im digitalen Zeitalter“, Sina Brübach und Markus von der Luehe, zum Hintergrund der Veranstaltung. Sina Brübach ist Gründerin des ersten Coworking Space in München, combinat 56. Coworker Markus von der Luehe ist Coach und somatischer Psychotherapeut.

:1: Survival of the fittest – was hat Euch motiviert dieses Seminar im Rahmen der Munich Creative Business Week anzubieten? Ist Coworking etwa so stressig?

Sina Brübach: Coworking ist eigentlich das Gegenteil von stressig. Es fördert die Gemeinschaft von sonst unabhängig agierenden Firmen und Unternehmern und arbeitet der zunehmenden Isolation entgegen. Es hilft uns gerade unter Stress bei unseren Coworkern Hilfe zu finden. Die Idee für das Seminar kam als wir Markus Flemming auf einer Business Konferenz in Köln gesehen haben. Er hielt die Keynote der Veranstaltung – so ganz anders als der Rest der Vortragenden.

Foto: Dorothee ElfringZum einen hat Markus Flemming ein Thema aufgegriffen, welches für viele Unternehmen extrem präsent ist: gestiegener Erwartungsdruck, Stress im Beruf und zu Hause sowie eine zunehmende Desorientierung in einer digitalen Welt. Zum anderen kommt Flemming als ehemaliger Eishockey-Profi aus einem Bereich, der sehr viel mit Erwartungsdruck und Hochleistung zu tun hat. Seine Antworten haben uns so beeindruckt und waren so lebendig, dass wir uns dachten, er sollte seine Message auch in München weitergeben.

:2: Nach Eurer Erfahrung: Liegt das Stress-Potenzial eher bei den Social Media-Enthusiasten und aktiven Nutzern neuer Medien für den beruflichen Einsatz oder mehr bei denjenigen, die dem Thema mit mehr Abstand gegenüberstehen?

Markus von der Luehe: Gute Frage! Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass die Auseinandersetzung mit so vielen sozialen Medienkanälen die Komplexität und damit auch den Zeitaufwand im Medienkonsum vervielfacht hat. Beispielsweise kann mein Facebook-Freund auf der Plattform erkennen, ob ich seine Nachricht gelesen habe. Das bedeutet, es gibt auch hier eine Erwartungshaltung, dass wir prompt antworten. Falls ich das nicht tue, ist die Chance gross dass er beleidigt ist.

Die Lösung ist aber aus meiner Sicht nicht, den sozialen Medien mit Abstand zu begegnen, sondern eher zu sehen wie man diese effektiver nutzen kann. Zu entscheiden, mit wem es wann Sinn macht überhaupt zu kommunizieren und aus dem ganzen Social Media-Lärm das Wesentliche für sich und sein Umfeld heraus zu filtern. Es ist aber zweifelsfrei, dass die neuen Medien stressfördernd sein können und genau diesen Tendenzen wollen wir mit dem Seminar entgegenwirken.

:3: Liegen Gründe für mehr Stress im Job vorwiegend in der neuen Medienvielfalt samt Verwischung der Grenzen zwischen Privat- und Berufsleben – fehlen da nicht Auswirkungen durch wirtschaftliche Organisationsveränderungen?

Sina Brübach: Ich denke wir befinden uns in einer Übergangsphase, die insgesamt mehr Freiheiten und Spielraum für den Einzelnen ermöglichen wird, wenn sie abgeschlossen ist. Liquid Living, neue Arbeitszeitmodelle, etc. sind hier nur ein Teil der Geschichte. In San Francisco sehen wir mittlerweile Trends, wonach Coworking schon sehr etabliert ist und es eine Bewegung hin zur Selbst-Verantwortung gibt. Im Klartext: viele Kleinunternehmer, weniger Schutz durch Langzeitarbeitsplätze und große Organisationen, aber eben auch deutlich mehr Möglichkeiten und Verwirklichung der persönlichen Potenziale.

Markus von der LueheMarkus von der Luehe: Die andere Seite ist dass die die digitale Generation mehr und mehr verlernt, Konflikte und Emotionen über persönliche Konversationen zu handeln. Vieles läuft über eMail und Chat. All diese Entwicklungen bringen natürlich immensen Stress mit sich und müssen auf verschiedensten Ebenen angegangen werden. Aus meiner Sicht ist das, was wir gerade sehen eine Übergangsphase. Die Verwischung von Beruflichem und Privatem wird eher noch zunehmen. Die 5-Tage-Woche ist tot. Hinzu kommt, dass Organisationen das Risiko mehr und mehr auslagern werden, und wir in der Zukunft deutlich mehr „Contractor“ sehen werden.

:4: Was können wir für die Stressbewältigung von einem Eishockey-Spieler lernen?

Sina Brübach: Von seiner persönlichen Story: Markus Flemming hat aufgrund der extremen Anforderungen im Profisport unter Angstzuständen gelitten. Im Seminar gibt er uns Techniken an die Hand, die ihm selbst in sehr extremen Situationen geholfen haben. Darüber hinaus ist er Sportpsychologe und hilft verschiedensten nationalen und internationalen Teams bei der Bewältigung von extremen Stress- und Performance-Situationen.

Markus von der Luehe: Genau, ich beobachte manchmal einen Eishockey-Spieler, der vor Millionen von Zuschauern einen Strafstoß verwandelt und denke mir, wenn ich das machen müsste: „Das Ding ginge bei mir in die Wolken vor lauter Aufregung“.

Foto: combinat 56:5: Welche Teilnehmer möchtet ihr am liebsten zu Eurem Seminar begrüßen?

Markus von der Luehe: Alle, die nach Tools und Techniken Ausschau halten, um mit den gestiegenen Anforderungen zurechtzukommen. Das sind Mitarbeiter in Unternehmen, Coaches und Consultants, die mit Unternehmen arbeiten, sowie Manager und Führungskräfte, die sich persönlich weiterentwickeln möchten. Bereiche im Unternehmen sind Marketing, Personal (HR) und Management.

Ich wünsche Euch viel Erfolg mit Eurer Tagungsveranstaltung!
Hier geht es zu Informationen und Anmeldung zur Veranstaltung am 26. Februar 2014 im Rahmen der Munich Creative Business Week 2014:
Von Menschen und Marken im digitalen Zeitalter – Survival of the Fittest oder geht’s auch anders?

 
Illustration mit Foto von combinat 56 / Foto Sina Brübach: Dorothee Elfring

Umfrage: Content Marketing in B2B Unternehmen

B2B Social Media (Illustration)Wie nutzen Business-to-Business-orientierte Unternehmen das „Neuland“ Internet? Seit 2009 gibt die jährliche Studie B2B Online Monitor Antworten und Trends. Und braucht jetzt in der Erhebung wieder die Mithilfe von Unternehmen, ihre Erfahrungen und Einschätzungen.

2013 klärte uns die Studie über die Nutzung von Social Media und Mobile Internet durch B2B Unternehmen auf (siehe Bericht im Blog). Im nunmehr 5. Jahr führen das Beratungsunternehmen Die Firma GmbH und die Marktforscher von Consultic die Studie durch. Noch bis zum 17. Januar 2014 nimmt die Umfrageseite Antworten entgegen.

2014: B2B Online Monitor Kings of Content

B2B Online MonitorPassend zu dem im abgelaufenen Jahr viel diskutierten Topthema steht in der Befragung „Content Marketing“ im Fokus. So möchten die Studienverfasser u.a. folgenden Fragen auf den Grund gehen:

• Ist Content Marketing der Schlüssel zum attraktiven, digitalen Gesicht?
• Sind wir längst ‚Kings of Content‘?
• Oder meistern wir die Herausforderungen der digitalen Kommunikation weniger ‚königlich‘ als wir glauben?
(b2b-online-monitor.de)

Teilnehmer erhalten im Frühjahr 2014 eine kostenfreie, detaillierte Auswertung der Befragungsergebnisse. Zudem werden attraktive Preise verlost. Mitmachen bis 17.01.2014:
Befragung zum B2B Online Monitor 2014

Doris Schuppe
Illustration von DoSchu / DoSchu.Com, Logo B2B-Online-Monitor.de

Generation Y oder Millennials zum Kennenlernen

Illustration mit Foto von Happystock / dreamstime.comZunehmend werden sie Mitarbeiter und Kollegen: die so genannte Generation Y. Welche Einstellungen prägen sie und was bedeutet das für Unternehmen? Das analysiert Technomar mit „Fit 4 Generation Y“. Passend dazu liefert eine zweite Studie detaillierte Analysen und Handlungsempfehlungen für den genossenschaftlichen Finanzsektor. Eine prima Basis für die Strategieentwicklung in anderen Industriefeldern.

Share ist das Mantra

Eine im Sommer veröffentlichte Studie von Technomar befasst sich detailliert mit den Interessen der so genannten Generation Y und deren Auswirkungen auf deutsche Unternehmen. Zu der betrachteten Altersgruppe zählen alle, die aktuell jünger als 35 Jahre sind. Zur Einordnung die wesentlichen Gruppen unserer Arbeitsgesellschaft: weiterlesen

Deutsche Service-Oase auf Facebook sagt Fanpage Karma Studie

Illustration Facebook LogoWer hätte das gedacht? Im internationalen Vergleich liegen die Antwortzeiten deutscher Facebook-Seiten an der Spitze. So die Studie von Fanpage Karma.

„Im internationalen Vergleich liegt Deutschland an der Spitze mit einer Antwortzeit von 12,2 Stunden, gefolgt von Österreich mit 12,3 Stunden, Spanien mit 13,1 Stunden, den USA mit 13,3 Stunden und Großbritannien mit 13,4 Stunden.“
(Fanpage Karma)

weiterlesen

Basislager Blog – warum als Unternehmen bloggen?

Illustration mit Foto von freeimages.com / Darko NovakovicEin Thema gewinnt 2013 richtig an Fahrt: das Blog. Obwohl eines der ältesten Social Media-Anwendungen, begreifen viele langjährige und neu interessierte Online-Nutzer erst jetzt Charme und Wirkung von Blogs in der geschäftlichen Kommunikation.

Schauen wir uns die Infografik zur Evolution der Blogger an, wird nachvollziehbar, wie sich die Blogautoren im Laufe der Zeit veränderten. Aufgrund von Dominanz des sozialen Netzwerks Facebook fürchteten Beobachter schon, das Blog sei ein Auslaufmodell. Nun: Totgesagte leben bekanntlich länger… weiterlesen

Diese Website benutzt Cookies lediglich um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Wenn das ok für Dich ist, herzlich willkommen!