Tipps mit Fokus auf selbstständig tätige Frauen, die ihr erstes Buch planen
Du fragst dich, mit welchem Setup kannst du endlich loslegen? In diesem Beitrag notiere ich, welche Tools ich nutz(t)e, warum ich mich für welche Lösung entschieden habe. Rechtzeitig vor dem November, der durch die Initiative National Novel Writing Month ein international bekannter Fokusmonat zum Schreiben wurde.
Doris Schuppe • Dieser Beitrag 7 Learnings • Schreib-Setup erschien zuerst im Blog DoSchu.Com • Post geschrieben aus freien Stücken ohne Sponsoring durch erwähnte Tools.
Liebe angehende Autorin! Herzlich willkommen zu meinem Blogartikel über wichtige Learnings, die dir dabei helfen können, dein erstes Buch zu schreiben. Als selbstständige Frau in der wunderbaren Welt des Schreibens hast du die Möglichkeit, deine einzigartige Stimme zu nutzen und deine Geschichten mit der Welt zu teilen. Doch wie anfangen? In diesem Artikel werde ich dir sieben Learnings vorstellen, die dir dabei helfen sollen, dein erstes Buch anzugehen und zu verwirklichen.*
Übersicht 7 Learnings • Schreib-Setup
- Wähle ein Thema, dass dich begeistert
- Probier dein Thema aus
- Kreiere Figuren für deine Geschichten
- Setz dir klare Ziele, die dich motivieren
- Zielsetzung mit NaNoWriMo lernen
- Konkrete Inhalts- und Zielplanung
- Plane deine Schreibzeit und blocke sie
- Perfekte Tageszeit
- Peer Writing
- Schreibe und lese jeden Tag
- Notizen: Handschrift & digital
- Lesen ist Schreibenlernen
- Lass dich unterstützen, sei selber Stütze
- Aufgaben delegieren
- Feedback oder Kritik?
- Such dir digitale Helferlein
- Gute Fragen für deine Auswahl
- Meine Werkzeuge
- Autorinnen-Software
- Bleib dran, feier deine Erfolge
- ABC-Liste
- Belohnungen
1 • Wähle ein Thema, dass dich begeistert
Das Thema für euer Buch sollte dich begeistern, und zwar langfristig. Es geht hier um eine Schreibreise, die deutlich länger als ein Blogpost reicht. Wählt daher ein Thema, das dir am Herzen liegt, in dem du Expertin bist, oder zu dem du viele Geschichten erzählen möchtest. Ein Thema, das dich motiviert, viel Zeit damit zu verbringen. Um nicht zu sagen: sehr viel Zeit.
Frühere Buchideen langweilten mich bald. Doch dann war es da, das packende Sujet, dass ich unbedingt schreiben wollte. Inklusive einem Stil, der eher ungewohnt ist: ein Businessroman, Fachroman, Business Novel. Oft hörte ich: „Coole Idee, dein Buchprojekt, aber kannst du das nicht als Sachbuch schreiben?“ Genau die Art der Wissensvermittlung reizte mich, ließ mich 18 Monate lang jeden Tag an dem Stoff arbeiten, an Dialogen feilen, Rückmeldungen verarbeiten und den Text aufs Neue bearbeiten.
Probier dein Thema aus
Zum WarmUp einer früheren Buchidee schrieb ich drei Kapitel. Das Schreiben dieser ausführlichen Probekapitel klärte für mich:
- Ja, ich habe Ideen zu dem Thema.
- Ja, es fällt mir leicht, darüber zu schreiben.
- Ja, mir kommen beim Schreiben noch mehr Szenen, Dialoge und Aspekte in den Sinn.
- Ja, ich mag meine Hauptfiguren, ich denke mich gerne in sie hinein.
- Und ja, nach ein paar Wochen habe ich noch immer Lust auf das Thema.
Mein erstes Buchthema wurde damals durch die Pandemie überholt. Es ging um einen mittelständischen Firmeninhaber, der auf Mallorca strandet und sich mit remote work auseinandersetzen muss. Das war zu der Zeit für die Hauptperson – und für viele in der Realität – Neuland. Tja, 2020 lernten dann plötzlich etliche Menschen, wie digitale Zusammenarbeit aussehen kann. Ich ließ mein Buchprojekt fallen.
Ein kollektiver Lernprozess begann. Alle wissen jetzt, wie ortsunabhängiges Arbeiten miteinander gelingt, dachte ich. In der Realität erlebte ich das dann völlig anders. Und schließlich etwickelte ich aus Ideen des Probemanuskripts die Geschichte und Gliederung zu meinem Buch »Heiter bis wolkig in Digitalien«.
Kreiere Figuren für deine Geschichten
Auch wenn du ein Sachbuch schreibst: Denk dir passende Charaktere aus. Fiktive Figuren, die Aspekte überdeutlich zeigen, um deine Geschichten oder Sachverhalte leicht verständlich zu machen. Das hat mir persönlich dabei geholfen:
- Ich notiere mir Charakterzüge von Personen, die mir in anderen Büchern auffallen.
- Mit Personas-Beschreibungen charakterisiere ich meine Figuren. Hier ergänze ich viele Aspekten, die für das Thema und die damit verknüpften Geschichten relevant sind.
- Zur Verdeutlichung von Konflikten lege ich den Charakteren ihre jeweiligen Wertekarten.

2 • Setz dir klare Ziele, die dich motivieren
Gut, nun hast du ein Thema, in dem du dich wohlfühlst. Der zweite Tipp aus meinen Learnings ist, sich klare Ziele zu setzen. Definiere, was du mit deinem Buch erreichen willst. Möchtest du eine konkrete Gruppe von Leserinnen ansprechen, deine Expertise in einem bestimmten Bereich zeigen oder deine Kreativität ausleben? Indem du dir klare, realistische Ziele – inhaltlich wie zeitbezogen – steckst, strukturiert du gleichzeitig deine Schreibarbeit. Du gewinnst jede Menge Motivation, deine Schreibzeiten (siehe Learning Nummer 3) einzuhalten.
Eine klare Vorstellung deiner Zielgruppe ist so wertvoll! Es kommt im Laufe der Bearbeitung eines Buchmanuskriptes immer zu Kürzungen im Text. Da hilft es enorm, wenn du klar vor Augen hast, wer dein Buch lesen soll, was diese Personen daraus mitnehmen sollen. Du kannst fragen: „Braucht die Leserin diese Passage?“ – falls nein, löschen (evtl. Aufbewahren für ein weiteres Buch).
Zielsetzung mit NaNoWriMo lernen
Ein äußeres Ziel gibt das Projekt National Novel Writing Month (NaNoWriMo) vor: In einem Monat sind 50.000 Wörter zu schreiben. Warum: Weil das ein guter Umfang für die Rohfassung eines Buchmanuskripts ist. Egal, ob du das Ziel erreichst oder nicht (2021 schrieb ich 34.911 Wörter): Die Teilnahme an so einem intensiven Schreibmonat bietet dir für das erste Buch viele Learnings:
- Das tägliche Tracking gibt dir eine Vorstellung davon, wie viele Wörter du am Tag schreibst. So kannst du auch deine Ziele realistisch setzen.
- Durch das hohe Pensum, schreibst du an verschiedenen Zeiten des Tages: Das läßt unter Umständen neue Orte und Zeiten erkennen, die dein Schreiben unterstützen.
- Die rund um den NaNoWriMo angebotene Community bietet Tipps, Motivation und verbindliche Verabredungen zu gemeinsamen Schreibzeiten.
- Die tägliche intensive Beschäftigung mit dem Buch macht dich mit Aspekten des Themas und den Charakteren in deinem Buch enorm vertraut. Du siehst klarer, wohin sich die Personen und die Geschichte entwickeln (können).
- Du bekommst ein Gefühl für den Umfang von Kapiteln und insgesamt deinem Buch, so kannst du dir das Umfangsziel besser stecken.
Nach dem Kick-off im NaNoWriMo 2021 war ich richtig angekommen. Ich konnte die Gliederung und die Story mit den Erfahrung sehr gut überarbeiten. Ich legte nun für die Kapitel fest, wie viele Wörter mindestens und maximal ich schreiben werde. So tarierte ich die fachlicheren und die unterhaltsameren Kapitel miteinander aus. Damit hatte ich für die späteren Kürzungen klar vor Augen, wo ich die Löschtaste großzügiger ansetze.

Konkrete Inhalts- und Zielplanung
Apropos Gliederung. Leg dir nicht zu spät eine Übersichtstabelle an. Du wirst es hassen, wenn später zu viele Inhalte in eine Tabelle übertragen werden sollen. Daher lass die Übersicht lieber ab einem gewissen Punkt mitwachsen. Hier hast du sehr griffig alles, was du rund um deine Kapitel wissen solltest.
Viele empfehlen die 3-9-27-Methode. Das bedeutet, du gliederst das Buch in drei Teile, in jedem Teilbereich gibt es drei Unterthemen, die wiederum drei Szenen enthalten. So hast du 27 Kapitel gegliedert in 2×3 Bereiche. Besonders diejenigen, denen es schwerfällt eine eigene Struktur zu entwickeln, haben hier einen guten Start.
Zu jedem Kapitel notiere ich mir:
- Wie lautet der Arbeitstitel?
- Wie ein möglicher Untertitel?
- Welches Zitat stelle ich voran (wenn ich mir das vornehme)?
- Welche Szenen stellt ich mir darin vor?
- Was soll in den Szemen geschehen in 2-3 Sätzen?
- Welche Figuren spielen jeweils eine Rolle?
- Welche Locations, welche Wochentage, welche Tageszeiten und welche Wetterlage kommen darin vor?
- Was gibt es zu essen oder zu trinken?
- Wie viele Wörter will ich im Kapitel mindestens / maximal schreiben?
Sobald ich an einem Tag mit dem Schreiben aufhörte, notierte ich hier rasch die entsprechenden Neuerungen.
3 • Plane deine Schreibzeit und blocke sie
Der dritte Tipp betrifft die Zeit, die du fürs Schreiben reservierst. Als selbständige Frauen hast du sicherlich auch jenseits der beruflichen Aufgaben einige Verpflichtungen. Finde für intensive Schreibphasen Unterstützung für Care-Arbeit, die du leistest. Betrachte die Zeiten zum Schreiben als eine Verabredung mit dir und verteidige sie gegen Termine, die sich genau in diese Zeit einschleichen wollen.
Perfekte Tageszeit
Jede hat Zeiten am Tag, an denen sie am produktivsten ist. Da fällt es leicht, in den Flow zu kommen, wie es so schön heißt. Schaffst du es, diese Tageszeit im Kalender als Schreibzeit zu blocken?
Das unterstützt mich, um jenseits dieser Zeiten in den Schreib-Flow zu kommen:
- Umgebung: Ein besonderer Platz, Musik, Kopfhörer …
- Ritual: Eine Tasse heiße Schokolade ist das Wohlfühlmoment für den Schreibbeginn am eher ungeliebten frühen Morgen für mich.
- Kalender: Ich trage die Schreibzeiten deutlich markiert im Kalender ein.
Peer Writing
„Die ersten Tage fallen mir leicht, aber dann …“ Das geht vielen so, mir genauso.
Daher freute ich mich über den Na No Wri Mo das Schreiben mit anderen als Motivation kennenzulernen. Aus dem Coworking gewohnt, suchte ich mir Mitschreibende, eine so genannte Dranbleibgruppe. Schreiben mit anderen gibt mehr Selbstverpflichtung und bietet gegenseitigen Support.
»Du bist mit anderen zum Schreiben verabredet, die du nicht hängen lassen möchtest. Das ist die Magie eines SchreibClubs!« – Doris Schuppe
Wie so ein SchreibClub online funktiniert, habe ich hier im Blog notiert: Online SchreibClub – wie geht das?

4 • Schreibe und lese jeden Tag
Der vierte Tipp lautet: Schreibe regelmäßig. Das Schreiben ist wie jede andere Fähigkeit, die wir trainieren. Je mehr du schreibst, desto besser wirst du darin. Setze dir ein realistisches Schreibziel, zum Beispiel jeden Tag eine bestimmte Anzahl von Wörtern oder eine bestimmte Zeitspanne. Durch regelmäßiges Schreiben wirst du deine Schreibfähigkeiten verbessern und schneller vorankommen.
Notizen: Handschrift & digital
Das gute alte Notizheft. Ich habe das in Schreibzeiten immer bei mir, um Einfälle und Situationen zu notieren. Wichtig für mich ist, dass mir das Notizheft gut gefällt: Dann habe ich jede Menge Lust, etwas hineinzuschreiben – vielleicht kennst du das? Wenn ich mit der Hand schreibe, habe ich ganz anderes Ideen und Geistesblitze, als wenn ich in den Laptop tippe. Im Notizheft ist Platz für Scribbles, eingeklebte Visitenkarten von Locations, ABC-Listen oder KaWas. Ich liebe die Kombination analog und digital.
Die gute neue Notizen-App. Digitale Notizen machte ich mir lange Zeit in der App Simplenote (Smartphone / iPad / Desktop). Sobald ich im Buch voranschritt, ging ich über zu einem Planungstool. Denn irgendwann ist es so, dass ich mir genauer notieren konnte, was ich zu welchem Kapitel noch recherchieren und ergänzen möchte. Da gewann für mich in der Auswahl zwischen CryptPad Kanban, MeisterTask, Taskcards oder Trello die Lösung von Mindmeister. Deren Software MeisterTask bedient einerseits die verschiedenen Plattformen (Smartphone / iPad / Desktop). Andererseits ist es anders als Trello ein Tool, das sonst keines meiner Projekte nutzt. Sprich: ablenkungsfreies Notieren!
Lesen ist Schreibenlernen
Für das Training deines Schreibmuskels hilft Lesen. Mit dem Schmökern in Büchern anderer Autor:innen füllst du dein Gehirn mit Storytelling, Charakteren und Worten auf. Durch die eBook-Apps im Tablet / Smartphone / Desktop habe ich immer ein Buch dabei, wenn es eine Gelegenheit zum Lesen gibt. Im Notizheft oder der Notizen-App notiere ich, wenn mir beim Lesen ein Geistesblitz kommt, eine coole Location auffällt oder ein interessanter Charakterzug für meine Figuren einfällt.
5 • Lass dich unterstützen, sei selber Stütze
Erweitere dein Umfeld. Suche den Kontakt zu Autorinnen oder Mentorinnen, die Erfahrungen im Schreiben haben. Im Austausch mit Gleichgesinnten gewinnen alle Beteiligten neue Perspektiven, konkrete Tipps und Inspiration. Scheu dich nicht davor, um Hilfe zu bitten, um von den Erfahrungen anderer zu lernen. Sei offen und lass andere genauso von dir lernen.
Aufgaben delegieren
Gib Aufgaben rund um dein Buch ab, mit denen du haderst. Klar, kann ein Cover-Design mit Canva oder anderen Layout-Tools gestaltet werden. Für den guten Buchtitel engagiere eine:n Profi, das Cover ist schließlich ein wichtiges Element in der Kaufentscheidung.
Gleiches gilt für die Rechtschreibung. Die Investition in ein Lektorat ist sinnvoll und wichtig. Mit diesen Unterstützungen kannst du ein richtig gutes Buch schreiben, dass die Lesenden erreicht.
Ich dachte dann und wann auf meiner Schreibreise, meine Lektorin könnte mein Buch auch selber schreiben. Als ich ihr das sagte, lachte sie nur: »Ich habe nicht deine Ideen.«
Feedback oder Kritik?
Lass dich von Kritik nicht entmutigen. Betrachte Rückmeldungen von Testlesenden oder Lektorat immer als eine Chance für mehr Klarheit und Verständlichkeit. Du hast als Autorin alle Details in deinem Kopf – für dich sind Passagen sonnenklar. Die Perspektive der Erstlesenden oder des Lektorats zeigt dir, was du noch treffender beschrieben kannst. Und das ist wichtig, wir wollen unsere Lesenden ja nicht verzweifelt hin- und herblättern lassen! Daher lass dich von Feedback ermutigen, besser zu werden und den Text in deinem Buch weiterzuentwickeln.
Tipp: Lass Rückmeldungen nach dem Lesen reifen. Lies das Feedback, dann stehst du auf und gehst am besten eine Runde um den Block. Ganz besonders, wenn dich eine Rückmeldung verärgert, du sie als (unberechtigte) Kritik empfindest. Nach deiner Bewegung kannst du an die Überarbeitung des jeweiligen Kapitels gehen. Falls du noch weiter warten möchtest, leg sofort eine Aufgabenkarte in deinem Planungstool an, dann bleibt die Überarbeitung in Erinnerung. So kannst du das Feedback auch erst einmal zur Seite legen.
6 • Such dir digitale Helferlein
Wichtigstes Learning: Mein digitales Setup ist nicht dein digitales Setup – und umgekehrt. Ich fragte herum, studierte Forenbeiträge zu Software … am Ende war es dann eine sehr individuelle Auswahl an digitalen Werkzeugen, die mich auf meiner Schreibreise unterstützte.
Gute Fragen für deine Auswahl
Die konkrete Auswahl ist vom persönlichen Typ abhängig. Nimm dir meine Liste mit den Fragen und stell damit Kriterien für deine Auswahl auf:
- Brauche ich Struktur und Leitlinien, oder habe ich aus Projekterfahrung ein eigene Struktur?
- Mit welchem Betriebssystem arbeite ich (MacOS, Windows, Linux)?
- Suche ich ein Programm mit umfassender deutschsprachige Rechtschreibung-, Grammatik- und Stil-Prüfung?
- Schreibe ich mit mehreren Endgeräten und will immer den aktuellen Stand vor Augen haben?
- Wie viel Zeit kann (und möchte) ich investieren, um eine komplexe Software kennenzulernen?
Ich stellte für mich fest: Es kann hier nicht nur eine Software geben. Sorry, Highlander!
Meine Werkzeugkiste
Die folgenden Werkzeuge verwendete ich rund ums Schreiben meines Buches:
- Blinkist • Lesen oder Anhören der Zusammenfassungen von Fach-/Sachbüchern, die ich bereits gelesen hatte.
- Centerdevice • Sicheren Austausch von Manuskript-Exporten mit genialer Lektorin, aufmerksamen Testleserinnen und Testlesern sowie meiner wunderbaren Korrekturleserin.
- Conceptboard • Digitales Whiteboard für den Überblick über Plot, Figuren, ihre Besonderheiten sowie das Drumherum im Buch. (Tatsächlich begann ich mit Jamboard; da gingen mir dann jedoch die Seiten aus, Querbezüge waren unmöglich.)
- MeisterTask • In diesem Projektplanungs-Tool notiere ich geräteübergreifend (Smartphone, Tablet, Laptop) kurze ToDos und Textideen für die Kapitel. Auch Änderungen wie Name, Haarfarbe, Locations etc. im Schreibfluss landen hier, um später bereits geschriebene Manuskript-Kapitel entsprechend zu überarbeiten.
- Notizheft • Immer dabei für rasche kreative Einfälle oder Einkleben und Aufzeichnen von Lokalkolorit.
- Numbers • Für meine Kapitel-Planung in der Konzeption und das kontinuierliche Tracking in der Schreibphase von elementarer Bedeutung – ich bin nun mal eine Spreadsheet-Queen.
- Pages • Mein Schreibprogramm für den ersten Entwurf, mit dem ich via iCloud auch auf dem Tablet am Manuskript arbeiten kann. Vorlesen des Manuskripts funktioniert hier einfach.
- PeerFinder • Hier finde ich meine Dranbleibgruppen für intensive Schreibzeiten in den Novembermonaten.
- SimpleMind • MindMap, in der ich viele Details zu Lokalkolorit, Essen und Trinken auf Mallorca sammelte.
- SimpleNote • Notizen-App auf den genutzten Endgeräten für Links oder Ideen unterwegs.
- VisionHochDrei Wertekarten • Welche Werte sind den Hauptfiguren wichtig? Das konnte ich mit diesem Kartenset gut visualisieren und durchspielen.
Klingt viel, einiges davon verwende ich sowieso im beruflichen Alltag.
Autor:innen-Software
Da fehlt noch die speziell für Autor:innen entwickelte Software. Die Anwendung, die dich als Autorin unterstützt, den Text von der Planung über den ersten Entwurf bis hin zum druckfähigen Manuskript zu entwickeln. Wenn du willst, kannst du das in einer Software-Lösung tun.
Mir persönlich sind verschiedene Anwendungen lieber als viele Fenster in einer Lösung. Die unterschiedlichen Anwendungsfenster erlaubten mir, im Modus „ablenkungsfrei“ zu schreiben, und warf doch ab und zu beispielsweise einen Blick auf meine Mindmap auf dem zweiten Bildschirm oder im iPad.
Für die Finalisierung des Manuskripts wählte ich schlussendlich Papyrus Autor:
- Papyrus Autor ist deutschsprachig: Videos zur teils recht anspruchsvollen Menüauswahl sind in deutscher Sprache. Es gibt ein deutschsprachiges Forum, in dem ich oft Hilfe fand.
- Die Software stammt aus der Windows-Welt. Sie ist glücklicherweise auf dem Mac ohne zusätzliche Anwendungen lauffähig.
- Mit der Figurendatenbank kannst du im Text erkennen, dass alle Namen der Beteiligten korrekt sind – wichtig bei Namensänderungen während des Schreibens.
- Symbole zur Markierung in der Gliederung zeigen rasch den Bearbeitungsstand.
- Die Filterfunktionen zur Anzeige der Texte sind super – zum Beispiel nur die Dialoge ansehen.
- Papyrus Autor wartet mit integriertem Duden auf: Synonymwörterbuch, Grammatikprüfung und Stilanalyse bieten eine optimale Unterstützung beim Textfeinschliff.
- Die ‚Lesbarkeits-Einschätzung‘ markiert farblich Absätze, die gerne mehr Klarheit vertragen können.
Tipp: Jedes Tool braucht eine gewisse Einarbeitungszeit. Die Menüs sprechen vielleicht Deutsch, verwenden dabei jedoch für ‚Newbies‘ erst mal fremde Fachbegriffe. Wenn du in punkto Buchsatz beispielsweise kein Interesse an der tieferen Einarbeitung hast, dann beauftrage jemanden, der das für dich erledigt. Bist du Mitglied im Selfpublisher-Verband, dann kannst du dort gut Dienstleister:innen finden.
Tipp: Kläre früh, mit was du arbeiten möchtest. Der Transfer des Manuskriptes von einer Software-Lösung zu einer anderen zieht gerne einen gewissen Formatierungsaufwand nach sich. Insofern probier ausgiebig aus, was für dich passt, und wechsel nicht auf der Zielgeraden deines Buchs auf ein anderes Pferd. Ich weiß leider sehr genau, wovon ich schreibe.
PS: Gerne bin ich als Consultant die Auswahl und Einrichtung der passenden Tools für deine Herausforderungen behilflich.
7 • Bleib dran, feier deine Erfolge
»Es ist ein wunderbares Gefühl, das eigene Buch gedruckt in Händen zu halten! Das ging mir so, und andere Autor:innen erzählen es genauso.«
Last but not least: Hilf dir selber dranzubleiben! Ein Buchmanuskript fordert einiges an Geduld und Durchhaltevermögen. Gib nicht auf, wenn es mal schwierig wird – bleib dran. Nutze das Gerüst der Gliederung als Anker. Du kannst dann auch jederzeit an einer Stelle ins Schreiben eintauchen, die dir gerade in die Tastatur fließt. Feiere jeden Fortschritt und jede Etappe, die du erreichst. Das erste veröffentlichte Buch ist eine große Leistung.
ABC-Liste
Trigger dein Gehirn: Wenn eine Figur länger im Manuskript fehlte, notiere ich mir kurz zu ihr in einer ABC-Liste, was mir zu ihr einfällt. Zu einer Location, die ich in einer Szene einbaue. Zu einem Fachthema, das ich im Kapitel bearbeiten werde. Mit dieser Liste aktiviere ich die passenden Areale im Hirn, um mit mehr Einfällen und Verknüpfungen ans Schreiben zu gehen.

Die Methode kannst du nach einer Schreibpause gut einsetzen. Selbst wenn dir im aktiven Gedächtnisspeicher die Erinnerungen an deine Buchidee und Manuskriptentwürfe fehlen, kannst du sie mit der ABC-Liste zum Vorschein bringen.
Belohnungen
Motiviert dich ein Wellness-Besuch? Ein Essen in einem bestimmten Lokal? Ein besonderer Stift für deine Notizen? Dann stelle dir passende Belohnungen in Aussicht und feiere mit ihnen deine Erfolge.
Und na klar: Feier deine Erfolge gerne in deiner Dranbleibgruppe.

Verwirkliche deinen Schreibtraum!
Was braucht es als erstes dazu: Anfangen! Du kannst einen flauen Entwurf überarbeiten, nicht aber ein leeres Blatt. Mit den vielen Tipps, die ich dir vorgestellt habe, bist du hoffentlich bestens gerüstet, um dein erstes Buch anzugehen. Nutze deine einzigartige Stimme und teile deine Geschichten mit der Welt. Ich wünsche dir viel Erfolg und Freude beim Schreiben!








Illustration: DoSchu mit canva.com
* Transparenzhinweis: Für den Beitrag habe ich die KI von blogmojo.ai gebeten, mir einen Blogartikelentwurf zu formulieren. Der Einleitungsabsatz ist 90 Prozent von BlogMojoAI. Auf der Textbasis arbeitete ich dann weiter. Der Unterschied zwischen KI-Draft und finalem Text ist sehr(!) groß, selbst die Gliederung des Artikels ist nur noch zu 75% die von der KI vorgeschlagene. Ein interessanter Test, da dieses Tool einen bereits geschriebenen Blogartikel als Input nutzt.

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