Kennst du das? So oft schon verzweifelt ich und hoffte inständig, dass die Wiederherstellung aller meiner geöffneten Tabs im Web-Browser verlustfrei gelingen möge. Okay, ich habe in den Augen anderer ›zu viele‹ Tabs parallel geöffnet. So what: Mit heutigen Hochleistungs-Laptops darf das keine Herausforderung sein. Lest in meinem Tool-Check, wie ›Vivaldi‹ zu meinem Produktivitäts-Booster wurde …
Doris Schuppe • Dieser Beitrag Wie ›Vivaldi‹ mein Produktivitäts-Booster wurde erschien zuerst im Blog DoSchu.Com. Dieser Beitrag wurde ohne Bezahlung verfasst und entspringt dem vollen Herzen eines Fangirls.
Als Schreibende – Bloggerinnen, Autoren, Schriftstellerinnen – sind wir gleichzeitg Forscherinnen, Recherche-Meister, Schnell-Leser und kritische Fragenstellerinnen. Wenn ich an einem Beitrag oder Buchkapitel arbeite, quillt mein Web-Browser vor zig Tabs über.
Hier mal eine Auswahl meiner geöffneten Links:
- 3-6 Tabs Fachinformationen zum aktuellen Beitrag,
- 2-5 Tabs thematisch passenden Newsmeldungen,
- 1 Tab Mail-Postfach
- 1 Tab Projekt-Chat
- 3 Tabs Social Media-Channels LinkedIn, Mastodon, Bluesky (Facebook, Instagram & Threema laufen in separatem Browser)
- 3 Tabs KI-Chats zur Themenexploration
- 3-10 Tabs Online-Tools, die ich gerade ausprobiere
- …
Meine Erfahrung: Trotz leistungsfähigem Arbeitsgerät, machen das viele Browser nicht mit und ›stürzen ab‹. Die Anwendung ›Opera‹ hat mich lange ganz gut unterstützt, als jedoch die Besitzverhältnisse wechselten, stand ich erst mal wieder bei ›Google Chrome‹ auf der Matte. Inklusive Abstürze. Das hat mich extrem genervt.
Nun habe ich endlich mein leistungsfähiges Lieblings-Tool gefunden: ›Vivaldi‹. Vielleicht ist mein Tool-Check auch für andere Menschen mit meinem Arbeitsverhalten interessant. Daher mein Blogbeitrag.
Wer steht hinter ›Vivaldi‹?
Anbieter des Browsers ›Vivaldi‹ ist die norwegische Firma Vivaldi Technologies. Deren Hauptsitz befindet sich in Oslo, Tochterunternehmen bestehen in Island und den USA.
Es ist ein unabhängiges Unternehmen, das weder im Besitz eines großen Technologiekonzerns noch einer Investmentfirma ist. Die Mehrheit der Anteile an der Firma liegen bei Jon von Tetzchner, interessanterweise Gründer und ehemaliger CEO von Opera Software. Mitarbeitende und private Investoren besitzen weitere Unternehmensanteile.
»Vivaldi gehört seinen Mitarbeitern.
Vivaldi https://vivaldi.com/de/company/#howWeDoIt
Und wir haben vor, es dabei zu belassen.
Ohne externe Investoren können wir unseren Nutzern frei zuhören und gemeinsam mit ihnen den Browser erstellen, den sie verdienen.«
Das norwegische Unternehmen ist auf die Entwicklung und den Betrieb von Web-Browsern spezialisiert. Das bekannteste Produkt ist der Browser ›Vivaldi‹, der sich durch seine hohe Anpassungsfähigkeit und seinen Fokus auf Privatsphäre auszeichnet.
Was macht den Browser besonders?
Auf jeden Fall schon mal die Besitzverhältnisse – das kann nur noch ›Firefox‹ toppen: Im Gegensatz zum privat geführten Unternehmen Vivaldi Technologies, steht hinter dem Open Source-Browser eine gemeinnützige Organisation, die Mozilla Foundation.
Für mich sind es diese 3 Aspekte, die Vivaldi zu meinem favorisierten Browser machten.
Produktivitäts-Booster durch leistungsfähige Tabs
Das Tab-System von Vivaldi bietet mir viele Performance-Features als Schreibende:
- Performance – Vivaldi bekommt es mit der Leistungsverwaltung bei meiner Art der Nutzung hin, dass der Browser trotz zahlreich geöffeneter Tabs weder langsamer wird noch abstürzt. Ich kann mit dem ›Tab Ruhezustand‹ viele Tabs inaktiv offen lassen, bis ich sie wieder nutzen möchte.
- Seitliche Tab-Leiste – Meine Tabs kann ich statt klassisch – und m.E. nach viel zu raumgreifend – am oberen Rand des Browsers super praktisch auf der rechten oder linken Seite des Browserfensters platzieren. Ein Profil von mir hat die Tabs links, ein anderes rechts – da weiß ich gleich, in welcher Rolle ich den Browser nutze.
- Tabs gruppieren – Mit den Tabgruppen sortiere ich für Recherchen oder Projekte meine Tabs. Die Mini-Vorschau der Seiten gibt mir die perfekte Auswahl, welchen Tab ich daraus ansteuern möchte.
- Tabs anheften – Mail-Postfach, Kalender, Projektchat … – solche Tabs kann ich zuoberst in meiner seitlichen Tab-Liste (oder links bei klassischer Anordnung) anheften, um sie stets im Blick zu haben.
- Und jetzt ein Mega-Feature: Die geteilte Browser-Ansicht, genannt ›Tab-Kachelung‹! Einen Tab geöffnet halten zum Schreiben, und daneben weiteren Tab mit Material der Recherche anzeigen. Das ist wirklich enorm praktisch.
Privatsphäre beim Surfen
Mir gefallen zweitens die eingebauten Aspekte rund um Sicherheit und Privatsphäre. Solche Funktionen werden immer wichtiger:
- Die Browser-Firma erstellt weder Profile der Nutzenden noch verkaufen sie die anfallenden Daten.
- Ein Trackerblocker erhindert, dass Websites und Werbenetzwerke das Browsen mitverfolgen.
- Für die Weitergabe eines klaren Links ohne Tracking-Informationen bietet Vivaldi die Option ›Ohne Parameter kopieren‹ – genial einfach.
Praktische Bordmittel
Von Haus aus hat Vivaldi zum Dritten weitere nützliche Funktionen an Bord. Diese finde ich überaus gelungen und nutze sie:
- Screenshot-Tool, das meiner Ansicht nach bei Aufnahme einer gesamten Seite am besten funktioniert – die Bildschirmaufnahmen können in den Formaten PNG oder JPG gespeichert werden.
- Eingebautes (privates) Übersetzungs-Tool, das gute Ergebnisse bringt – und einen Tab einspart.
- Die Funktion Sitzungen lässt mich die Bearbeitung unterbrechen, und alle geöffneten Tabs als Sitzung für späteren Zugriff sichern.
Beispiel Praxis-Booster
Hier möchte ich ein aktuelles Beispiel zeigen. Vivaldi unterstützt mit der Tab-Gruppierung die visuelle Orientierung in den geöffneten Tabs. Manchmal ist der im Tab-Text angezeigte Seitentitel irreführend oder nicht aussagekräftig genug.
Mir gefällt, das mir durch Klick auf die Tabgruppe kleine Seiten-Vorschaubilder angezeigt werden, unter denen ich mich entscheiden kann. Schon dieses rasche Wiederfinden eines geöffneten Links steigert meine Produktivität. Keine langes Herumsuchen oder Erinnern an den Namen eines Tools – Bild angucken, erkennen und klicken.

Für das Projekt lernos KI Leitfaden und dessen Praxistest im #kiMOOC24 siehst du im Screenshot die Tabgruppe und deren Vorschau. So sehe ich sogleich, welche Seite ich meine, wenn der Text in der Seitenleiste entweder zu klein oder durch vorangestellte Hashtags zu gleichförmig sind. Diese Gruppe kann ich dann auch als ›Sitzung‹ speichern, um sie bei Bedarf wieder zu laden.
Optik vor Text: Ich erinnere eher den look & feel einer Website als den Text im Seitentitel. Auch bei neuen Web-Tools merke ich mir erst nach und nach den Namen fehlerfrei – die Gestaltung der Oberfläche zur Nutzung habe ich schneller parat. Passend dazu schwärmte ich vor langer Zeit für Pinterest als visuelles Bookmark-Tool. Mich spricht diese Funktion von Vivaldi jedenfalls ganz besonders an.
So, nun weißt du, warum ich den Web-Browser Vivaldi mag und gerne weiterempfehle.
Welchen Browser bevorzugst du für deine Produktivität und warum?
Erzähle es gerne im Kommentar zu diesem Beitrag.
PS: KI-Anekdote am Rande
Als Apple im Juni seine ›Apple Intelligence AI‹ verkündete, postete Tim Cook »It’s personal, powerful and private« – genau das Leitmotiv, das Vivaldi Technologies seit Jahren benutzt :)
Die Steilvorlage ließ sich das Team von Vivaldi nicht entgehen …
Titelgestaltung DoSchu mit Canva.Com • Screenshots: DoSchu mit Vivaldi & Theme Peach Fuzz


