Das sind beliebte Titel! Und wir erhoffen uns Navigationshilfe im Dschungel der KI-Tools. Nur, was antwortest du, wenn gefragt wird: Was ist das beste Smartphone? Schon darauf gibt es mehr als eine Antwort, richtig? Noch krasser verhält es sich mit der Frage nach Top 10 oder beste 100 KI-Tools. Mit welcher Strategie du die Frage sinnvoll angehst, und welche Tools ich aktuell nutze, liest du in diesem Beitrag.
Doris Schuppe • Der Beitrag Beste KI-Tools • Top 10 • Top 100 … !? erschien zuerst im Blog DoSchu.Com. Update März 2025
Logisch werde ich gefragt, »Doris, was ist das beste KI-Tool?«.
Meine Antwort: »Kommt darauf an.«
Ähnlich meiner Antwort auf die Frage nach der ›besten Social Media-Platform‹.
Tools & Services mit generativer KI sind neu. Selbstverständlich suchen wir nach Empfehlungen. Und obwohl für die Allgemeinheit erst seit vergleichsweise kurzer Zeit nutzbar, ist die Tool-Landschaft inzwischen ein digitaler Dschungel. Wie in diesem vielfältigen Lebensraum der Natur geht das mit verschiedenartigsten Nischen einher: Genauso sind auch die Tools mit generativer KI sehr unterschiedlich.
Einerseits sind sie (noch) auf verschiedene Mediengattungen spezialisiert: Text, Foto, Audio, Video. Möchtest du also ein Bild generieren, brauchst du ein passendes Tools. Soll ein Text bearbeitet oder entworfen werden, brauchst du ein anderes. Mehr und mehr beobachten wir hier Kombinationen.
Andererseits hat es mit den verschiedensten Einsatzgebieten zu tun. Kennst du noch den Ausdruck ›One Trick Pony‹? Bei einem Tool bedeutet es, daß es nur einen einzigen Einsatzzweck oder eine bestimmte Funktionalität hat. Der Anwendungsbereich ist daher eingeschränkt, um in diesen Grenzen optimale Funktionalität zu zeigen. Das trifft auch auf manches KI-Tool zu, dass nur ganz genau eine Sache supergut kann. Und daher benötigen wir – zumindest zum heutigen Stand – meist mehrere Tools.

Welches KI-Tool ist das Beste?
Diese Frage ist mit der KI-Tools innewohnenden Diversifizierung so nicht seriös und das Gegenüber wertschätzend beantwortbar. Vergleichbar ist die Frage nach der ›besten KI‹ mit der Frage nach dem ›besten Auto‹. Gäbe es ein einziges, bestes Auto, bräuchten wir nicht so viele verschiedene Fahrzeugkategorien. Ähnlich lässt sich das auf Fragen nach dem ›besten Laptop‹ oder der ›besten Kamera‹ übertragen. »Kommt darauf an«, sag ich da.
Und selbstverständlich können wir eine Reihe von technischen Kriterien wählen, um dann die Angebote hinweg einen Gesamtsieger zu ermitteln. Das mag für Profis und Nerds von Interesse sein. Der praktische Nutzen für die breite Masse ist begrenzt. Oft sind die verschiedenen technischen Parameter zu wenig aussagekräftig für Laien, die einfach eine KI-Lösung suchen, die ihre Prozesse gut unterstützt.
Wie kommen wir zu unseren besten KI-Tools?
Das sagt sich erst einmal leicht ›gut unterstützt‹. Damit Tools mit generativer KI dies wirkungsvoll tun können, müssen die eigenen Worksflows also Arbeitsabläufe angeschaut und sinnvolle Optionen für eine KI-Assistenz entdeckt werden. Es braucht eine Strategie, um die optimalen Tools zu finden.
So kanst du das angehen:
- Schreib dir mal alles auf, was du an Aufgabenstellungen hast in deinem beruflichen Alltag.
- Markier die Tätigkeiten, die für dich
- besonders zeitaufwändig,
- besonders eintönig sind.
- Konzentriere dich bei der Analyse, welche Schritte in konkreten Aufgaben durch KI-Tools erleichtert werden können, auf die im vorhergehenden Schritt markierten Tätigkeiten.
- Recherchiere mit diesen Aufgabenstellungen nach sinnvollen Tools oder frage im Bekanntenkreis und in beruflichen Netzwerken, ob dir jemand genau dafür eine KI-Anwendung empfehlen kann.
- Teste in der kostenfreien Nutzung ein mögliches Tool ausgiebig, bevor du ein Abo abschließt. Nutze monatliche Abos, um tiefer einsteigen zu können, aber jederzeit die Kostenbremse ziehen zu können.
Zum Beispiel werde ich im März 2025 einen Impuls geben, wie KI die Arbeit von Ehrenamtlichen, also freiwillig engagierten Menschen unterstützen kann. Dazu schaue ich mir mit einer Person aus der Praxis im Vorfeld an, was die ehrenamtliche Arbeit in dem Umfeld an Erleichterungen gebrauchen kann.
Klar chattete ich dazu schon mal mit meiner Lieblings-KI ›Gemini‹. Ohne konkrete Hinweise warf sie folgende Aspekte auf (leicht nachbearbeitet):
- Effektiver kommunizieren: Formulierungen von Anschreiben, eMails oder Newsletter; Übersetzungen und Zusammenfassungen von Texten
- Zeit sparen: Automatisieren von Routineaufgaben wie eMail-Versand oder Berichtsschreibung
- Kreativer werden: Erstellen von überzeugenden Inhalten für Social Media-Posts und Kommunikation.
Tipps zu dieser Suche
- Verabrede dich mit anderen zu einem gemeinschaftlichen ›RabbitHole DeepDive‹ mit Austausch über die ausprobierten Tools.
- Habe im Sinn, dass kostenpflichtige Tools oder kostenpflichtige Versionen der Tools durchaus bessere Leistung und damit Unterstützung bringen.
- Überlege, ob eine oder mehrere Monate intensiv genutzte Lizenzzeiträume ausreichen, ohne dass du gleich Jahresabonnements abschließt.
- Behalte im Auge, dass aktuell viel Enwicklungspotenzial in Tools und der Tool-Landschaft insgesamt steckt: Es wird sich vieles weiter verändern.
- Gründe einen KI-Stammtisch in der Region / Firma, um am Ball zu bleiben und dich mit anderen regelmäßig über Learnings oder Entwicklungen auszutauschen. Treff dich mit anderen zu Tool-Partys, bei denen ihr euch gegenseitig eure KI-Anwendungen vorstellt.
24/7 an meiner Seite
Täglich stehen mir inzwischen ein paar KI-Tools als Assistenzen zur Seite. Es sind kleine Bausteine, mag jemand von außen betrachtet einwenden. Wer selber viel solo schreibt und konzipiert, wird nachvollziehen können, wie wirksam diese Unterstützung ist.
Ohne Murren oder ›Ich habe jetzt keine Zeit dafür, sorry‹ stehen sie mir als Buddies zur Seite. Sie ergänzen und inspirieren Ideen, sie schreiben Absätze um, sie regen meine Kreativität an. Das alles zu einem überschaubaren Budgeteinsatz – denn ja, ein Buch zu veröffentlichen macht nicht automatisch reich & berühmt.
»Ja, schreibt jetzt eine KI dein Buch, oder was?«, fragte neulich jemand.
Nee, dazu müßte ich wohl erst einmal eine Schnittstelle zu meinem Gedächtnis schalten. Dann können wir vielleicht irgendwann mal darüber reden, dass ich an etwas denke, und die externe KI schreibt es fertig. Denn perfekt und sofort ohne Nachdenken nutzbar sind die Ergebnisse Stand heute und in meinen Anwendungsszenarien nie.
»Ist es denn dann trotzdem sinnvoll, damit zu arbieten?«
Auf jeden Fall! Schau, ich bekomme von meinen KI-Assistenzen sehr hilfreiche Fingerzeige, die mich weiterbringen. Und für Umformulieren mega nützliche Varianten, wenn ich zu kompliziert oder für meinen Business Roman zu ›nüchtern‹ schreibe.
Meine aktuelle Empfehlungsliste
So, genug gequatscht! Wer nur hierher geklickt hat, um eine alphabetische Liste von Tools aus meiner Praxis mit generativer KI abzugreifen, kommt nun endlich zum Zuge.
- Canva für die rasche Gestaltung von KI-Gestaltungen für Präsentationen, Blogillustrationen oder Schulungsunterlagen.
- Clipchamp erlaubt das einfache Erstellen von optisch ansprechenden Videos zum Beispiel zu einer Audiodatei.
- DeepL für rasche Übersetzungen von Texten (leider kein Katalan).
- DeepL Write zur Inspiration für Textverbesserungen mit unterschiedlichen Stilen.
- Firefly für KI-generierte Fotos zum Beispiel für die Hintergründe der Konferenzräume in SpatialChat (Galerie mit von mir generierten Backgrounds).
- Fobizz Tools mit nützlichen KI-Tools für Schule und Weiterbildung – Inspirationsquelle und Experimentierfeld.
- Gamma zaubert aus geringen Textvorgaben coole Präsentationen und ist ein wunderbares Anschauungsobjekt für die Magie generativer KI.
- Gemini ist mein favorisierter KI-Chat für Themenrecherchen und mein Text-Buddy.
- Kokoro-TTS • Text-zu-Sprache-Tool, wenn ich zum Beispiel perfekt gesprochenes English in einem Video benötige (via Huggingface).
- MacWhisper Pro für schnelle, sichere und genaue KI-unterstützte Spracherkennung im eigenen Computer – hier spreche ich meine handschriftlichen Notizen hinein et voilà ist es digital zur Weiterverarbeitung.
- Merlin AI ist ein Browser-Plugin, das für mich lange Vortragsvideos zusammenfasst oder Fragen zum Inhalt der Aufzeichnung beantwortet.
- Miro als Online-Whiteboard mit KI-Mindmap-Funktion für unterstütztes Brainstorming.
- NotebookLM zur Erschließung von Dokumenten zu einem Thema mithilfe von KI – siehe Experiment zu Ethik & KI.
- OpusClip als Experiment für kurze Videoclips aus meinen Youtube-Talks.
- Perplexity • Die KI-basierte Suchmaschine für Recherchen und mehr.
- Pi ist mein liebevoller KI-Chat für den wertschätzenden Austausch über Ideen für Blog- oder Buchtexte in englischer Sprache.
- SudoWrite für Inspirationen zur Umformulierung von Textabschnitten (dank
- YouCom mit den Tools YouChat, YouCode, YouImagine, YouWrite nutze ich für Recherche, Texterstellung und Bildgenerierung
Wie einleitend ausgeführt sind das meine derzeitigen KI-Helferleins oder Tools, die ich bei Bedarf herausziehe.
Denk daran: Es kommt immer auf die eigenen Bedürfnisse und Rahmenbedingungen an.
Zur Inspiration verlinke ich dir hier noch die kommentierte Tool-Sammlung im ›lernOS KI Leitfaden‹, an der ich mitgearbeitet habe.
One more thing
Den Umgang mit Tools, die von generativer KI unterstützt werden, müssen wir lernen. Google-Suchen sind eine Kulturtechnik, die du erworben und verfeinert hast. Ähnlich verhält es sich mit KI-Tools: Selten erhältst du auf den ersten Prompt sofort, was du brauchst. Sieh es wie einen Dialog mit einer anderen Person: In mehreren Schritten kommst du im Miteinander zu den besten Ergebnissen. Und bei manchen Tools braucht es etwas Zeit, sich in die Oberfläche einzufuchsen.

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Illustrationen: DoSchu mit Canva.com • Logos der verschiedenen Tools

