Mittwochmorgens im Online SchreibClub gibt mir Beate Mader den Anstoß für diesen Beitrag. Ein Anfang 2025 veröffentlichtes Buch gewann gerade einen Literaturpreis, das sich mit philosophischen Betrachtungen zur Technik beschäftigt. Herzliche Glückwünsche an den Autor Jonas Lüscher! Wo dieses Buch endet, hilft ein anderes bei konkreten Veränderungen durch die technologische Entwicklung in der Berufswelt …
Doris Schuppe • Der Beitrag Literaturpreis & Tipp zum Weiterlesen erschien zuerst im Blog DoSchu.Com.
Herzlichen Glückwünsch
… an Jonas Lüscher zum Literaturpreis für sein Werk »Verzauberte Vorbestimmung«!
Der Roman des Schweizers mit diesem wohlklingenden Titel erschien zum Jahreswechsel im Hanser Verlag und erhielt gerade den Wilhelm Raabe-Literaturpreis (gestiftet von Deutschlandfunk und der Stadt Braunschweig). Fünf Jahre nach Corona erschien Lüschers Werk, in dem die Bezeichnung der Pandemie nicht vorkommt, wie sich Rezensentin Wiebke Porombka im Deutschlandfunk wundert.
Aus der Begründung:
»Jonas Lüschers ›Verzauberte Vorbestimmung‹ ist ein Roman, der auf eindrückliche und eindringliche Weise von einer Zäsur unserer Zeit, der Corona-Pandemie, erzählt und diese Erfahrung mit dem historischen und philosophischen Fundament, auf dem wir stehen, verwebt. ‚Verzauberte Vorbestimmung‘ ist eine dichte, materialgesättigte Reflexion durch Raum und Zeit über das Verhältnis von Mensch und Maschine, ein Ringen mit der unauflösbaren Ambivalenz zwischen den Segnungen technischen Fortschritts und dem Wissen um die lebensfeindlichen Auswüchse technischer Innovation.« – Jury
In seinem Roman verarbeitet der Philosoph Jonas Lüscher seine Erfahrungen nach einer schweren Corona-Erkrankung und dem daraus folgenden Koma. Die Erzählung befasst sich mit dem Verhältnis von Mensch und Technik, dem Kapitalismus und der Digitalisierung. Darüber schwebt die Frage, wie man sich nach so einer einschneidenden Erfahrung neu zurechtfindet, besonders wenn der Erzähler selber in der Zeit seines Komas durch Maschinen am Leben erhalten wurde.
Die Story springt durch die Zeiten. So lässt er seine Figuren in verschiedenen historischen Epochen und zukünftigen Szenarien darüber nachdenken, ob technische Fortschritte eher eine Gefahr für die Menschheit darstellen und sie in den Abgrund führen oder den Weg in eine freiere Zukunft ebnen.
Auf der Seite zum Buch des Hanser Literaturverlags wird Paul Jandl aus der Neuen Zürcher Zeitung zitiert, der das Buch rezensiert hat: »Wenn es einen Roman gegen den galoppierenden Irrsinn der Zeiten braucht, dann diesen. … Jonas Lüscher hat einen gewaltigen Roman geschrieben, der das Denken wieder ins Nadelöhr des eigenen Lebens fädelt.«
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Tipp für dich
Gewinnt ein Buch einen Preis, wird es gelesen. In Buchclubs oder privat. Zählst du auch dazu? Dann lade ich dich ein, anschließend ein weiteres Werk zur Hand zu nehmen.
Denn was wir auch heute noch – fünf Jahre nach gravierenden Veränderungen in der Arbeitswelt – als Trainerinnen, Dienstleisterinnen oder Kolleginnen erleben: Am Arbeitsplatz sind digitale Werkzeuge und erfolgreiche Methoden zur virtuellen Zusammenarbeit lange nicht bei allen angekommen. Selbst Technik wie Videokonferenzen mit MS Teams oder Zoom sind selten so vertraut wie die Arbeit mit einem Textverarbeitungsprogramm. Führen auf Distanz weiterhin gefühlt ’schwierig‘.
»Genau das macht den Reiz des Romans aus, die Leichtigkeit. Wir gehen mit der Protagonistin auf Lernreise und da macht es gar nichts, dass ich ihr in manchen Bereichen etwas voraus habe und sie in anderen mehr Erfahrung.« – Kleiner Komet (Rezension ‚Heiter bis wolkig in Digitalien‘)
Diesen Roman zur Vertiefung lesen
Im Roman »Heiter bis wolkig in Digitalien« liefere ich genau zu diesen Themen sehr praktisches Wissen. Die Hauptfigur ‚Hanna Köhler‘ lässt dich im Buch zwei Wochen lang über die Schulter blicken, während sie sich den Veränderungen in ihrer Arbeitswelt stellt und nach digitalen Lösungen sucht. Sie gewährt dir Einblicke, wie sie ihr Team führt, mit ihm zusammenarbeitet, wo und wie sie sich Unterstützung sucht.

Für das bessere Verständnis lernst du Neues nachvollziehbar in Dialogen. Alles ist eingebaut in eine kurzweilige Geschichte die als Spannungsbogen das gesamte Buch durchzieht. Die Handlung führt dich ins wunderschöne Santanyí im Südosten Mallorcas. Mit einer gehörigen Prise Lokalkolorit, das ich in inzwischen elf Jahren in dieser Region aufgeschnappt habe.
Jedes Kapitel schließt mit Wiederholungen ab, damit du dich besser an das Neue und Gelernte erinnern kannst. In »Heiter bis wolkig in Digitalien« notiert die Hauptfigur ‚Hanna‘ in ihrem Lerntagebuch, was sie an dem Tag aufgenommen hat. Sie macht sich Notizen, wenn sie etwas tiefer verfolgen möchte.

Anders als ein Roman hat der Fachroman einen üppigen Anhang. In »Heiter bis wolkig in Digitalien« sind das sortierte Links, die aus meiner intensiven Recherchearbeit zum Buch stammen. Das bietet dir vielfältige Anknüpfungspunkte für die persönliche Entdeckungsreise in die aufgeworfenen Themen und Fragestellungen.
Dazu Empfehlungen digitaler Werkzeuge, die ich ausprobiert habe und daher empfehlen kann. Ich gebe auch die Tools weiter, mit denen ich selber arbeite. Beim Schreiben ist mir die Transparenz zum Einsatz von generativer KI wichtig: Daher gebe ich für mein dieses Jahr erschienenes Buch an, für welche Aufgaben ich mit der Assistenz von generativer KI gearbeitet habe.
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Hier mehr zu »Heiter bis wolkig in Digitalien« lesen.
Illustration: Titelfoto DoSchu mit CanvaCom; Abbildungen DoSchu mit Canva.com; Foto Autorin: Rainer Schuppe • Text: Zum Teil unterhielt ich mich mit Gemini über die Themen zur Inspiration

