Tool Queen: DI.Day März 2026

Am ersten Sonntag im Monat widme ich mich als ‚Tool Queen‘ seit Jahresanfang dem DI.Day. Eine Stunde lang stelle ich mir die Frage und recherchiere, welche gewohnheitsmäßig genutzte Software auch von einer anderen Lösung abgelöst werden könnte. Mit dem Hashtag ‚DIDit‘ finden die Ideen und Inspirationen in den Weiten des Internets wieder zueinander.


Doris Schuppe • Der Beitrag Tool Queen: DI.Day März 2026 erschien zuerst im Blog DoSchu.Com.


In meinen Communities cowirk.SPACE sowie Peer Learning führe ich den Austausch dazu. Im cowirkSPACE sprechen wir jeden ersten Montag im coLUNCH um 13 Uhr zu den Learnings und beantworten Fragen. Schriftlich initiiere ich in der Peer Learning Community mit meinem Eintrag in die Rubrik ‚Lerntagebuch‘ die Diskussion darüber.

Hintergrund zum DI.Day

Auf dem 39. Chaos Communication Congress im letzten Dezember las Marc-Uwe Kling aus dem neuen Buch »Die Känguru-Rebellion« vor (marcuwekling.de/de/). Zum Ende der Lesung rief er gemeinsam mit dem rebellischen Känguru zum Digital Independence Day und zum Mitmachen auf. „Quasi eine monatliche digitale Demonstration für mehr digitale Unabhängigkeit“, erklärten das Känguru / Marc-Uwe Kling im Vortrag (www.youtube.com/watch?v=t8cTQnB6leI).

Damit gibt es nun einen Merkposten für Interessierte, jeden ersten Sonntag im Monat darüber nachzudenken, welche Alternativen zu den gewohnten digitalen Lösungen bestehen. Auf so genannten Wechselpartys treffen sich Leute, die bereits Erfahrungen haben mit denjenigen, die noch einiges an Nachholbedarf haben. Kling hofft, dass sich viele Menschen nach und nach in ihrem digitalen Leben auf demokratiefreundlicheren oder europäischen Plattformen und Lösungen bewegen.

„Das Wichtige am DID ist nicht nur, dass man wechselt, sondern dass man wirklich damit dann angibt“, so Marc-Uwe Kling. Und dafür ist der Hashtag gedacht,

Viele Organisationen haben sich dem DI.Day angeschlossen und unterstützen den verteilt stattfindenden Event. Neben bonn.digital, D64 Zentrum für Digitalen Fortschritt. Deutscher Journalisten-Verband e.V. oder Digitalcourage e.V. zählen auch Gesellschaft für Informatik, ver.di, wechange und wikimedia dazu. Hier findest du eine Übersicht der Partnerorganisationen: di.day/de/partner. Auf der Website helfen so genannte Wechselrezepte mit detaillierten Anleitungen dabei, den konkreten Umzug von einem Tool auf einanderes zu vollziehen (di.day/category/rezepte/).

Tool Queen & DI.Day

Als Tool Queen rannte Kling bei mir offene Türen ein. Oft werde ich nach Tools, Apps und digitale Lösungen gefragt. Wie ein Trüffelhund halte ich schon immer meine Nase in den Wind, um beispielsweise Tools zu entdecken, die meine Privatsphäre achten. Oder eine Funktion deutlich besser vollbringen, als bekannte Lösungen.

Seit 2026 ist nun bei mir am ersten Sonntag im Monat »DI Day Digital Independance Day«. Im Sonntag war ich krank, daher ging es erst im Februar los. Und gemäß dem Aufruf von Kling gehe ich seitdem anschließend montags in den Austausch mit meiner virtuellen Coworking Community im cowirk.SPACE. Die Quintessenz daraus liest du hier im Blog. Zusätzlich stelle ich die Erkenntnisse und Diskussionen in meine Peer Learning Community als persönlichen Beitrag zur Rubrik ‚Lerntagebuch‘.

Es grüßt die Tool Queen DoSchu

DIDit aus dem Februar

Im Februar bereitete ich einiges für das erste Treffen im cowirk.SPACE vor. Gemeinsam trugen wir dann einige gute Inspirationen zusammen, die ich in einem Kanban-Board für die Community ablegte.

Aus der Sammlung ein paar Perlen

DIDit März 2026

Heute konnte ich berichten, dass ich inzwischen zu allen Profile, die ich noch bei Twitter hatte, das Archiv angefordert und heruntergeladen habe und die Profile dann gelöscht habe. Das schmerzte schon, viele Jahre war das ‚blaue Vögelchen‘ meine digitale Heimat.

Fediverse erklärt

Im Shop von Digitalcourage e.V. entdeckte ich diese buntgestalteten Broschüre, die vielleicht das Fediverse denjenigen leichter verständlich vorstellt, die sich mit dem Thema noch schwertun: shop.digitalcourage.de/themen/kurzmuendig/fediverse-gebunden.html

Mastodon statt Twitter

Selber bin ich ja bereits seit 1988 online, und da war vieles in der Online-Welt noch sehr verteilt. Ich hatte ein Login auf dem Server meiner Uni und konnte nur über direkte Server-Aufrufe bei den Unis in den USA nach von diesen bereitgestellten Informationen stöbern. Suchmaschinen oder WWW waren da noch nicht erfunden.

Für viele ist Mastodon heute verwirrend, da wir uns hier statt zentral wie bei Twitter dezentral bei denjenigen anmelden, die dem Netzwerk eine sogenannte ‚Instanz‚ spendieren. Also einen Server, auf dem die Software läuft, die sich mit den anderen Servern im Fediverse vernetzt.

Und einige fragen: Aber für was soll ich mich entscheiden? Ich bin dann doch da festgenagelt!
Das ist nicht ganz so, auch wenn es auf den ersten Blick mit der lokalen Instanz so wirkt, bei der du dich für Mastodon registrierst. Es kann durchaus sinnvoll sein, mit anderen auf einem gemeinsamen Server zu sein: Zum Beispiel eine thematische Bubble pflegen, wie es die ‚Corporate Learning Community‘ mit dem von ihnen betriebenen Server macht. Du kannst sehr praktisch deinen Fokus lokal setzen, musst aber nicht.

Mastodon Apps

Wo manches dann richtig zur Unzufriedenheit ‚knautscht‘, das sind die Smartphone Apps für Mastodon. Da habe ich selber zu Beginn auch schon mehrfach Mastodon wieder verwaisen lassen. Nach einigem Testen kann ich ‚Ice Cubes‚ für iOS empfehlen: apps.apple.com/de/app/ice-cubes-for-mastodon/id6444915884.

Videokonferenz-Lösung

Im cowirkSPACE berichtete Beate, dass sie Zoom gegen Consularia Office aus DE tauscht: office.consularia.de/

Ich nutze alternativ auch Whereby whereby.com/ aus Norwegen, hier mag ich die Hintergründe für einen Event statt Kamerabilder auf Schwarz.

Transkription-KI-Funktion statt Zoom

Eine Kollegin sagte, sie ist noch bei Zoom wegen der Transkribierung. Sie läßt als Coach mit Zustimmung der Klientinnen die Besprechungen automatisch verschriftlichen. Sie hat aber Bedenken wegen des Datenschutzes.

Meine Lieblings-KI-Anwendung, die ich seit Jahren für diese Herausforderung nutze: Whisper Transkription für die lokale Transkription von Audiofiles apps.apple.com/de/app/whisper-transkription/id1668083311.

Terminvereinbarung statt Calendly

Im Februar trafen sich Interessierte im cowirk.SPACE zur Tool Safari rund um Terminvereinbarungs-Lösungen. Heute morgen war eine andere Coworkerin mit an Bord, sodass wir das Thema neuerlich ansprachen:

Newsletter statt GetResponse oder MailChimp

Darüber sprachen wir kurz im coLUNCH. In puncto eMail-Newsletter bin ich vor einiger Zeit umgestiegen auf den Newsletter ohne viel SchiSchi bei Steady aus Deutschland: steady.cello.so/kz3wDkk5MRx.

Und du so?

Hast du am DI.Day ebenfalls über die Ablösung von Tools nachgedacht?


Illustration: DoSchu mit Canva und Foto von Beate Mader

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